Schüler*innen spielen Spione, die geheime Botschaften versenden und entschlüsseln. Wer liebt wen? Was gibt es zum Mittagessen?

Ziele

  1. Die Kinder entschlüsseln gemeinsam eine Geheimschrift.
  2. Sie wissen, was eine Skytale ist und können mit dieser eigene Botschaften verschlüsseln.
  3. Die Schüler*innen verstehen, wie Abmachungen und Regeln Zeichen eine Bedeutung geben.
  4. Die Schüler*innen erkennen, dass Zeichen ohne Schlüssel sinnlos sind.
  5. Die Kinder lernen das binäre Zahlensystem kennen.

Expert*innenwissen

Was ist eine Bank? Eine Sitzgelegenheit oder ein Gelddepot? Und was bedeuten 100110? Handelt es sich hier um den Preis eines Sportwagens oder einen Schlagzeugrhythmus? Oder stehen die Nullen und Einsen für das Zeichen “&” in einer Codetabelle?

Ein Zeichen oder eine Zeichenfolge kann ganz Unterschiedliches bedeuten. Erst wenn wir uns auf einen Schlüssel einigen, wissen wir, wie wir die Zeichen zu deuten haben.

Das gilt auch für den Computer. Auch er braucht einen Schlüssel, damit er Nullen und Einsen als Text, Zahl oder als Bild interpretieren kann.

Lektionen

Schon die Spartaner kannten die Skytale, um Geheimnisse auszutauschen: Man wickelt ein beschriebenes Pergamentband um einen Stab mit dem richtigen Durchmesser. Nun kann man die wichtigen Buchstaben nebeneinander lesen.
Das funktioniert allerdings nur, wenn der Stock den richtigen Durchmesser hat – und die Empfänger*in auch weiss, welchen Stab sie benutzen muss. Er ist der Schlüssel, ohne den die Zeichen keinen Sinn machen.


Lektion 1

Viele Codes haben wie die Skytale einen militärischen Ursprung. So ersann auch der grosse römische Feldherr Julius Cäsar eine Geheimschrift, die sogenannte Cäsar-Verschlüsselung. Hierzu verschob er einfach das Alphabet um drei Buchstaben:

Klarschrift: wie gut, dass niemand weiss …
Geheimschrift: zlh jxw, gdvv qlhpdqg zhlvv …

Andere Codes hingegen verdanken sich dem ganz friedfertigen Wunsch, unsere Sinne zu erweitern oder zu ersetzen. Die Brailleschrift etwa lässt auch blinde Menschen lesen und der Morsecode springt dort ein, wo Menschen einander nicht mehr hören können – auf hoher See etwa, wo zwei Schiffe sich nur noch mit Lichtsignalen verständigen können.


Lektion 2

Wie spreche ich mit meinem Computer? Ein Computer versteht von Sprache letztlich so viel wie eine Lampe. Beide interessiert nur: Fließt Strom oder fließt keiner? Jede Information, die ein Computer kapieren soll, muss ich also in „an“ und „aus“ oder in „1“ und „0“ übersetzen.

Eine Einheit von „an“ oder „aus“ nennt man ein Bit. Wenn ich in einen Computer Text eingebe, muss ich das ganze Alphabet in Nullen und Einsen ausdrücken. Das geschieht seit jeher mit einer sogenannten Codetabelle (vgl. Unterrichtseinheit „Gefühle zeigen“). Die Tabelle funktioniert als Schlüssel, der zu einem bestimmten Bitmuster den jeweiligen Buchstaben heraussucht.


Lektion 3

Downloads

Programm

Nach dem Klick auf die grüne Flagge lassen sich Zahlen zwischen 0 und 31 eingeben.

Willst Du das Programm verändern, klicke hier.

Eindrücke aus dem Unterricht

Was Zeichen bedeuten, hängt immer von einem Schlüssel ab. Er bestimmt, wie wir oder der Computer bestimmte Zeichen deuten müssen.


MottoDer Schlüssel ist das Geheimnis.FächerMedien und Informatik (MI)
Deutsch
Natur, Mensch, Gesellschaft (NMG)
StufeKindergarten
Primarstufe

Fragen? Anregungen?

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